3D-gedruckte Figuren sind nicht länger nur einer kleinen Gruppe von hochgerüsteten Makers vorbehalten: Zuverlässige und einfach zu bedienende 3D-Drucker sind heute für jeden zugänglich. Ob Sie nun Brettspiel-Enthusiast, Sammler von Miniaturen, Miniaturenmaler oder einfach neugierig sind – es ist möglich, zu Hause Stücke mit beeindruckendem Detailgrad zu erstellen.
Die Welt der 3D-Figuren hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt – sowohl bei den Maschinen, den Materialien als auch bei den Nachbearbeitungsmethoden.

Warum 3D-Druck für Figuren unverzichtbar geworden ist
Lange Zeit standen Figuren für industrielle Gießformen oder handgegossenes Resin. 3D-Druck hat dieses Gleichgewicht verändert, indem er drei große Vorteile brachte: kreative Freiheit, Personalisierung und Zugänglichkeit.
Heute ist es möglich, eigene Modelle herunterzuladen oder zu entwerfen, sie maßstabsgetreu anzupassen, eine Pose oder ein Zubehörteil zu ändern und dann nach Bedarf zu drucken. Für Tabletop-Spieler bedeutet das einzigartige Armeen, für Sammler Stücke, die anderswo nicht zu finden sind, und für Künstler ein neues Ausdrucksfeld.
Aber Vorsicht: Eine Figur zu drucken bedeutet nicht einfach, auf einen Knopf zu drücken. Die Wahl der Technologie, der Einstellungen und der Nachbearbeitung beeinflusst das Endergebnis direkt.
3D-Figuren: Resin oder FDM – muss man sich wirklich entscheiden?
Dies ist oft die erste Frage, die aufkommt. Und die Antwort verdient eine nuancierte Betrachtung.
Resin: der Maßstab für feine Details
Lange Zeit galt Resin als nahezu obligatorische Lösung für 3D-Figuren. Und das aus gutem Grund. Resin-Drucker bieten eine außergewöhnliche Auflösung, die feine Texturen, ausdrucksstarke Gesichter oder subtile Kleidungsdetails wiedergeben kann.
Bei kleinen Figuren bleibt Resin die heute präziseste Technologie. Die Schichten sind dünn, die Oberflächen glatt und die Schichtlinien nach sorgfältiger Nachbearbeitung nahezu unsichtbar.

Allerdings erfordert Resin mehr Sorgfalt: Umgang mit speziellen Produkten, Reinigung, UV-Aushärtung und Stützstruktur-Management. Es ist nicht kompliziert, aber auch nicht sofort erledigt.
FDM: eine ernstzunehmende Alternative
Lange Zeit als ungeeignet für Figuren angesehen, hat der FDM-Druck spektakuläre Fortschritte gemacht. Moderne Maschinen, feine Düsen, optimierte Druckprofile und hochwertige Filamente ermöglichen heute die Herstellung von voll nutzbaren 3D-Drucker-Figuren.
FDM ist besonders geeignet für:
- – große Figuren,
- – dekorative Statuen,
- – mehrfarbige Projekte,
- – Teile, die eine gute mechanische Festigkeit erfordern.
Auch wenn das rohe Detail manchmal geringer als bei Resin ist, können richtige Einstellungen und Nachbearbeitung sehr überzeugende Ergebnisse liefern.
Die richtige Maschine für Figuren wählen
Die Wahl der Hardware hängt in erster Linie vom Ziel ab.
Wenn es darum geht, sehr detaillierte Figuren zum Bemalen zu erstellen, mit einem Ergebnis nahe an professionellem Guss, bleibt Resin die logischste Wahl. Bevorzugen Sie eine stabile Maschine mit gleichmäßiger Belichtung und kontrollierter Auflösung.
Wenn Sie größere Figuren, stilisierte Charaktere oder mehrfarbige Stücke direkt aus der Maschine drucken möchten, wird FDM zu einer ernstzunehmenden Option. Eine gut kalibrierte Maschine mit starrer Mechanik und präziser Extrusionskontrolle macht den Unterschied.
In jedem Fall entscheidet die Maschine allein nicht über das Ergebnis. Die Einstellungen sind oft wichtiger als die technischen Daten.
Unsere Maschinenauswahl für Figuren:
| Maschinenname | Technologie | Stärken für Figuren |
|---|---|---|
| Creality Halot-X1 | 16K LCD Resin | Außergewöhnliche Präzision, schnelle Druckgeschwindigkeit, hervorragende automatische Resin-Verwaltung |
| Elegoo Saturn 4 Ultra 16K | 16K LCD Resin | Sehr hohe Auflösung, Temperaturkontrolle, Auto-Leveling, Tilt Release |
| Anycubic Photon Mono M7 Pro | 14K LCD Resin | Guter Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Qualität, intelligente Behälterheizung, Robustheit |
| Snapmaker U1 | Multi-Color FDM mit Tool Changer | Multi-Material- und Farb-Druck mit reduziertem Abfall, saubere Oberflächen bei großen Teilen |
| Creality SPARKX i7 | Multi-Color FDM (AI-unterstützt) | Einfacher Mehrfarben-Druck, benutzerfreundlich, Plugins und visuelle Assistenten |
| Creality K2 Combo | Großformat-FDM | Großes Volumen, Mehrfarbenoptionen, robuste Teile |
Kurze Zusammenfassung
- Ultra-detaillierte Miniaturen: bevorzugt 16K Resin
- Unbemalte 3D-Figuren: Mehrfarbige Maschine
Druckeinstellungen, die den Unterschied machen
Hier entscheidet sich oft, ob ein 3D-Figuren-Projekt gelingt oder scheitert.
Ausrichtung und Stützen
Die Ausrichtung einer Figur beeinflusst direkt die Qualität der sichtbaren Flächen. Bei Resin kann eine schlechte Ausrichtung Stützspuren an kritischen Stellen wie Gesichtern oder Händen hinterlassen. Bei FDM beeinflusst sie die Sichtbarkeit der Schichten und die Stabilität.
Die Zeit für die richtige Ausrichtung der Teile zu investieren, spart oft Stunden Nacharbeit.

Schichthöhe und Auflösung
Bei Resin bringt ein zu stark reduzierter Schichtabstand nicht immer proportional sichtbare Verbesserungen. Bei FDM verbessert eine feine Düse in Kombination mit geringer Schichthöhe deutlich das Ergebnis, vorausgesetzt, die Maschine ist perfekt kalibriert.
Geschwindigkeit und Stabilität
Figuren sind vibrationsanfällig. Eine leicht reduzierte Druckgeschwindigkeit und gleichmäßige Bewegungen verbessern spürbar die Qualität.
Nachbearbeitung: der entscheidende Schritt für eine gelungene Figur
Dies ist wahrscheinlich der meist unterschätzte Aspekt von Anfängern. Dabei verwandelt die Nachbearbeitung einen ordentlichen Druck in eine wirklich fertige Figur.
Resin
Die Reinigung muss methodisch erfolgen: spülen, trocknen, dann gleichmäßige UV-Härtung. Überhärtung kann das Teil schwächen, Unterhärtung lässt die Oberfläche klebrig.
Stützen sollten sorgfältig entfernt werden, idealerweise vor der vollständigen Härtung.
FDM
Schleifen ist oft unvermeidlich. Schrittweises Schleifen glättet die Schichtlinien, ohne Details zu verlieren.
Ein füllender Grundierauftrag hilft, die Oberfläche vor dem Bemalen zu vereinheitlichen.
Bemalung und Finish: die Figur zum Leben erwecken
Eine 3D-gedruckte Figur entfaltet ihre Wirkung erst beim Bemalen. Eine sorgfältige Oberflächenvorbereitung erleichtert die Arbeit und verbessert das Endergebnis erheblich.
Die Grundierung sollte gleichmäßig und materialgerecht sein. Dann bringen Grundtechniken, Washes, Trockenbürsten oder Airbrush die Volumen und Details zur Geltung.
Auch eine FDM-Figur kann nach sorgfältigem Bemalen sehr überzeugend wirken. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel über PLA-Lackieren.
Fazit: eine zugängliche, aber anspruchsvolle Welt
3D-gedruckte Figuren sind heute vielen Enthusiasten zugänglich. Technologien sind ausgereift, Maschinen zuverlässiger und Methoden besser beherrscht.
Resin oder FDM, eine universelle Lösung gibt es nicht. Entscheidend ist die Konsistenz zwischen Projekt, Maschine, Einstellungen und der für die Nachbearbeitung aufgewendeten Zeit.
Mit Methode, Geduld und stetiger Qualitätskontrolle wird 3D-Druck von Figuren zu einem spannenden Experimentierfeld, in dem jedes Projekt Lernfortschritte ermöglicht.
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